Kleines Lexikon mit Informationen zum Produkt: Ölsperre
Ölsperre Als Ölsperre wird eine Vorrichtung bezeichnet, die eine Ausbreitung von Öl in offenen Gewässern oder auf festen Böden unterbindet. Am meisten verwendet oder errichtet wird die Ölsperre durch die Feuerwehr oder in oder auch durch die Fachgruppe Ölschaden des THW. In Industrie- oder Gewerbebetrieben wird die Ölsperre zur Eingrenzung und zum Aufsaugen von Öl oder Kühlmitteln verwendet. Da Öl leichter als Wasser ist und daher auf diesem schwimmt, stoppt man die Ausbreitung des Öls, indem man eine Ölsperre errichtet, die ebenfalls auf der Wasseroberfläche schwimmt. Nach einer erfolgreichen Eingrenzung des Ölfilmes kann das Öl abgeschöpft oder mit Ölbindemittel gebunden werden. Eine spezielle Ölsperre kann die Ausbreitung von Öl auf festen Böden verhindern. Es gibt verschiedene Arten der Ölsperre, die auch von verschiedenen Händler angeboten wird, so z.B. die Druckluftölsperre als Hafenbeckenabsperrung bei der Ölverladung. Bei Errichtung der Ölsperre muss beachtet werden, ob es sich um ein fließendes oder stehendes Gewässer handelt. Bei kleinen Bächen kann relativ einfach eine improvisierte Ölsperre errichtet werden, indem man einen Holzpfosten waagerecht und quer zur Fließrichtung einige Zentimeter ins Wasser eintauchend über dem Bach befestigt. Somit kann das Wasser unterhalb wegrinnen und das Öl staut sich zurück. Bei stärkerer Strömung kann es notwendig sein, mehrere solche Ölsperren hintereinander anzulegen. Bei breiteren Gewässern kann man das auch mit B-Druckschläuchen erreichen, die man statt mit Wasser mit Luft füllt und auf das Wasser legt und so das Öl am Wegrinnen hindert. Für die Verwendung auf größeren Flüssen, Seen oder dem Meer gibt es fertige, meist die modular aufgebaute, mobile Ölsperre. Wenn nicht vom Land aus möglich, wird diese Ölsperre von Booten oder Bojen an ihrem Platz gehalten. Diese Ölsperre besteht immer aus einem Schwimmkörper, meistens ein mit Luft oder z. B. Kunststoffschaum gefüllter Schlauch und fast immer aus einer tauchenden Wand, die mit Gewichten versehen ist. Die Ausführung der Tauchwand, der Schwimmkörper und auch des Ballastes sind vor allem für das Strömungsverhalten der Ölsperre verantwortlich. Je stärker die Strömung eines Flusses ist, desto steiler muss der Einbringwinkel der Ölperre sein, vor allem, um ein Kippen und damit ein Untertreiben von Öl möglichst zu verhindern. Bei großflächig verschmutzten Gewässern, die kaum eine Fließgeschwindigkeit haben, kann man statt einer Ölsperre auch ein spezielles Ölbindevlies verwenden, das wasserabweisend, aber ölbindend ist. Dieses Ölbindevlies wird dann wieder von der Wasseroberfläche entfernt und als Sondermüll entsorgt. Sowohl die Ölsperre als auch das Ölbindevlies ist bei verschiedenen Händler, die Experten auf dem Gebiet der Ölbeseitigung sind, erhältlich. Ölbindevlies Ein Ölbindevlies dient zur Beseitigung von Ölrückständen. Das Ölbindevlies dient auch zum Uferschutz, als sog. Ölsperre, an Flüssen, Bächen und Seen bei Ölunfall. Zum Entfernen von Ölschlieren auf Wasserflächen, z.B. Kühlwasserbecken wird ebenfalls das Ölbindevlies eingesetzt. Auch beim Service von Maschinen, z.B. an Hydraulikaggregaten und zur Beseitigung von Ölverschmutzungen im gewerblichen Bereich dient das Ölbindevlies als Lösung. Ebenso zum Entfernen von Schlieren auf der Windschutzscheibe bei Regenwetter ist das Ölbindevlies bestens geeignet. Einige Händler bieten sowohl das Ölbindevlies als auch andere Ölbindemittel an.
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